Federschmuck Südamerikanischer Indianer
in Museumssammlungen

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Das Directorate-General for Education and Culture der EU hatte 2003 auf seiner dritten Sitzung beschlossen, das Weltkulturerbe der außereuropäischen Völker in Europäischen Museen systematisch zu fotografieren und zu dokumentieren.

Begonnen wurde als Pilotprojekt mit dem Federschmuck und den Flechtarbeiten der Tiefland-Indianer Südamerikas.

Da wissenschaftliches Arbeiten mit Fotos mehr als das Machen eines schönen Bildes erfordert, wurden keine Fotografen für das Projekt ausgesucht, sondern Wissenschaftler mit historisch-ethnologischem Studium sowie Interesse und Freude an Handwerk und Kunst. Diese erhielten eine fotografische Grundausbildung.

Mit einem Gesamt-Etat von einer Millionen Euro (davon 80% Personalkosten) wurden sechs Arbeitsgruppen von je zwei bis drei Personen aus jeweils verschiedenen Ländern gebildet, um die Bestände in den verschiedenen Ländern zu erfassen.

  1. Dänemark, Norwegen, Schweden, Nord-Deutschland
  2. Belgien, Niederlande, Nord-Frankreich, West-Deutschland
  3. Süd-Frankreich, Österreich, Schweiz, Süd-Deutschland
  4. Portugal, Spanien, Italien
  5. England, Nord-Frankreich, Schottland
  6. Ungarn, Polen, Tschechien, Ost-Deutschland

Die teilnehmenden Wissenschaftler mussten jeweils mindestens zwei Sprachen sprechen und vier Sprachen lesen können. Eine weitere Sprache wurde während des Projektes gelernt.

Nachdem die Niederlande, Dänemark und die Völkerkundemuseen in Göteborg und Paris bereits umfangreiche Erfahrungen bei der Digitalisierung ihrer Sammlungsbestände sammeln konnten, wurden mehrere gemeinsame Tagungen ausgerichtet, bei denen auf Basis dieses Wissens ein Konzept für die praktische Arbeit vor Ort entwickelt wurde.

Das Projekt dauerte zwei Jahre. In dieser Zeit wurden in den Museumssammlungen der Federschmuck fotografiert und die dazugehörenden Sammlungsdokumentation (Generalkatalog, Sammlungsakten, Fotos) digitalisiert. Die Ergebnisse wurden als Bild-Dateien (JPG-Format) den einzelnen Museen zur weiteren Einarbeitung in die verschiedenen Datenbanksysteme übergeben.

Tja, ganz so war es nicht ... aber es kann ja noch werden ...

Dieses Fotoarchiv ist Bestandteil und Grundlage meiner wissenschaftlichen Arbeit mit dem Arbeitstitel: "Veränderungen und Konstanten im Federschmuck brasilianischer Indianer: Dokumentation der sozialen und kulturellen Assimilation?" (Professor Mark Münzel, Institut für Vergleichende Kulturforschung, Religionswissenschaft und Völkerkunde der Philipps-Universität, DE-35032 Marburg).

Finanzielle Mittel von Dritten habe ich nicht in Anspruch genommen.

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